Ideen und ihre Killer

Ideen ster­ben oft viel zu früh durch Ide­en­kil­ler. Das Ergeb­nis ist fatal. Die inno­va­tive Quelle ver­siegt, ihr Poten­zial für eine erfolg­rei­che Zukunft geht ver­lo­ren.

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Ideen? Habe ich nicht! Und krea­tiv bin ich auch nicht!

Stopp! Jeder Mensch hat Ideen.

Selbst­zen­sur hat jedoch einige von uns so dis­zi­pli­niert, dass sie von sich behaup­ten, sie hät­ten keine Ideen.

Was ist eine Idee?

Defi­ni­tion des ame­ri­ka­ni­schen Wer­be­fach­manns und First Chair­man of The Adver­ti­sing Coun­cil James Webb Young (1886 – 1973):

Eine Idee ist nicht mehr oder weni­ger als eine neue Kom­bi­na­tion alter (bekann­ter) Ele­mente“.

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Was ist Krea­ti­vi­tät?

Im Kern bedeu­tet Krea­ti­vi­tät, die Fähig­keit Lösun­gen zu fin­den. Tech­ni­sche Krea­ti­vi­tät ist die Res­source, mit der Inge­nieure ihre täg­li­chen Her­aus­for­de­run­gen lösen.

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Ideen fin­den?

Ideen zu bekom­men, ist eine Frage der Übung. Man kann es ler­nen. Man­che spru­deln über davon, andere rin­gen sie sich tröpf­chen­weise ab. Pro­fes­sio­nel­ler Umgang mit Ideen öff­nen den Zugang zu fir­men­in­ter­nen, krea­ti­ven Res­sour­cen.

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Typi­sche Ide­en­kil­ler

  • Selbst­zen­sur
  • Status-​​quo-​​Falle
  • Pro­duc­tion Blo­cking
  • Kil­ler­phra­sen, hoch­ge­zo­gene Augen­braue
  • Vor­zei­ti­ges Ende der Suche.
  • Tritt­brett­fah­rer
  • Funk­tio­nale Fixiert­heit
  • Ideen wer­den wie Lösun­gen beur­teilt

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Abwehr­maß­nah­men

  • Geschütz­ter Frei­raum, bei­spiels­weise ein Work­shop, in dem Ideen als wich­tige Kris­tal­la­ti­ons­keime für nach­ge­la­gerte Pro­zesse spru­deln dür­fen. Geei­ge­nete Metho­den geben Sicher­heit, denn Ideen brau­chen Mut, sie vor einer Gruppe zu äußern.
  • Geben Sie sich nicht mit der ers­ten halb­wegs umsetz­ba­ren Idee zufrie­den. Machen Sie wei­ter, die guten Ideen wol­len erar­bei­tet wer­den.
  • Ein Mit­tel gegen Pro­duc­tion Blo­cking sind Pha­sen der Ein­zel­ar­beit
  • Erset­zen Sie Ihr spon­ta­nes „ja, aber“ kon­se­quent durch ein „ja, und“. Denn „ja, aber“ drängt in die Defen­sive. „Ja, und“ ist bei glei­chem Ein­wand lösungs­ori­en­tiert. „Ja, aber die Kos­ten sind unüber­schau­bar“ ver­sus „Ja, und die Kos­ten müs­sen wir im Blick haben“. Ableh­nung ver­sus Akti­ons­punkt. Ende der Dis­kus­sion ver­sus Pro­blem­be­wusst­sein.
  • LEGO® SERIOUS PLAY® Methode hilft wir­kungs­voll gegen Tritt­brett­fah­rer und in Situa­tio­nen, in denen sonst nur die Ideen des Rang­höchs­ten geäu­ßert wer­den.
  • Betrach­ten Sie ein Pro­blem gezielt aus vor­her ver­ein­bar­ten Per­spek­ti­ven. Es hilft gegen die funk­tio­nale Fixiert­heit. Ein Tool dazu ist die Reframing Matrix.

 

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Die Fach­zeit­schrift Elek­tro­nik ver­öf­fent­lichte mei­nen Arti­kel in der Aus­gabe 11/​18. Sie fin­den den kom­plet­ten Arti­kel auf der Web­seite von elek​tro​nik​net​.de.

Im Arti­kel fin­den Sie aus­führ­li­cher erklärt, wie die typi­schen Ide­en­kil­ler kon­kret aus­se­hen und wie sie ver­mie­den wer­den kön­nen.