Gute Story

Wie schreibt man eine gute Story?

Die magi­sche Kraft guter Sto­rys hat wohl jeder schon am eige­nen Leib erfah­ren. Gleich zu Beginn wird man in den Bann gezo­gen, man ver­sinkt als Leser im Text, um am Ende mit einer Erkennt­nis von die­sem Aus­flug zurück in die eigene Welt zurück­zu­keh­ren. Doch wie schreibt man eine packende Story?

 

Die Basics

Die Ingre­di­en­zien einer guten Story sind packen­der Anfang, roter Faden, aus­sa­ge­kräf­tige Zusam­men­fas­sung. Soweit, so tri­vial. Doch, wie gestal­tet man den logi­schen Ver­lauf, damit der Leser ihm folgt? Mir hilft dabei fol­gende Glie­de­rung.

 

1. Der Ein­stieg

Hier frage ich mich, wel­chen Punkt der Leser am Thema inter­es­sant fin­den könnte. Ein emo­tio­na­ler Punkt moti­viert zum Wei­ter­le­sen. Ein aktu­el­ler Aspekt zeigt, wo die Reise im Arti­kel hin­ge­hen wird. Der Leser erkennt, warum das Thema für ihn rele­vant sein könnte und wird wei­ter­le­sen. Oft geht es in Fach­ar­ti­keln darum, wie ein Gerät eine bestimmte Auf­gabe erfüllt. Eine Auf­gabe, die dem Leser in ähn­li­cher Form eben­falls auf dem Tisch liegt. Das lei­tet sofort zum zwei­ten Punkt.

 

2. Das Pro­blem

Hier stelle ich die aktu­elle Situa­tion im Umfeld der Auf­gabe vor. Ein kurze Ana­lyse beschreibt, wel­che Zusam­men­hänge beste­hen und wie ver­schie­dene Fak­ten zusam­men­wir­ken. Der Leser erkennt seine eigene Pro­blem­stel­lung im Ide­al­fall wie­der und will mehr wis­sen. Dabei ist es wich­tig, Ana­lo­gien zu zie­hen. Beschreibt man bespiels­weise die Bedin­gun­gen, die auf einem Trak­tor herr­schen, dann fin­det sich der Her­stel­ler von Bau­ma­schi­nen darin durch­aus wie­der. Auch wenn es nur um so fak­ti­sche Dinge wie Vibra­tion, Schock, Tem­pe­ra­tur oder Ein­bau­größe geht, kann man hier der Story Leben ein­hau­chen, sie per­sön­li­cher gestal­ten. Ein Wech­sel der Per­spek­tive kann selbst trö­gen Stoff span­nend rüber­brin­gen.

 

3. Das Ziel

Erkennt der Leser seine Auf­gabe im Arti­kel wie­der, haben der Leser und der Arti­kel das glei­che Ziel. Beide möch­ten ihr Pro­blem vom Tisch bekom­men. Also fasse ich knapp zusam­men, was genau erreicht wer­den soll.

 

4. Methode

Selbst­ver­ständ­lich kann man das Ziel auf ver­schie­dene Wegen errei­chen. Jetzt ist der Zeit­punkt gekom­men, um ein paar alter­na­tive Metho­den zu dis­ku­tie­ren. Beim Abwä­gen der ver­schie­de­nen Metho­den hat man wun­der­bar Gele­gen­heit, die Vor­teile des eige­nen Gerä­tes her­aus­zu­ar­bei­ten. Und damit ist die Story fast am Ende.

 

5. Das Fazit und ein Appell

In der Zusam­men­fas­sung liegt die Quint­es­senz des Erkennt­nis­ge­winns. Anders aus­ge­drückt, die aus­führ­li­che Argu­men­ta­ti­ons­kette des Arti­kels wird ein­ge­dampft zu The­sen. Als Letz­tes kann man dem Leser noch einen Tipp geben, was er tun sollte.

 

Und wem dies alles zu kom­pli­ziert ist, der kann sollte jetzt zum Hörer grei­fen und mich als Ghost­wri­ter beauf­tra­gen. J